Kerstin Gier – “Silber”

Vielleicht, sollte ich mal etwas geordneter vorgehen…

19.7.13

Ich hab vorgesternabend etwas weiter gelesen und kenne nun Livs zweiten Traum. Grayson tut mir irgendwie leid, da er sich echt unter Leistungsdruck setzt (an die, die mich kennen: kein Kommentar dazu!!!). Währenddessen weiß ich einfach nicht, was ich von Henry halten soll. Ich habe zwar das Gefühl, dass er und Liv evt. zusammenkommen (auch wenn das etwas offensichtlich wäre), aber obwohl er ein netter Kerl zu seien scheint, passt er mir irgendwie nicht…Lustig ist aber, dass Liv in Nachthemd und Graysons Pulli durch die Gegend stapft, langsam lernt ihr Träume zu beeinflussen und einfach nur stur ist.

Zu meiner Vermutung bzgl. Geheimzirkel: Sowohl Grayson als auch Henry wollen nicht, dass Liv zu Arthurs Party geht, weil es dort zu “gefährlich” wäre. Zwar könnte es Grayson einfach peinlich sein dort mit seiner Stiefschwester aufzutauchen, aber Henry hat keinen ersichtlichen persönlichen Grund sie fernzuhalten – außer er möchte sie ganz für sich allein haben 😉

Etwas unheimlicher ist jedoch die Stelle, in der Liv aus dem Gang mit den vielen Türen wieder in ihren eigenen Traum zurückkehrt. Das Türenknallen legt nahe, dass sich noch eine weitere Person im Gang befindet, obwohl sie nichts sieht, Henrys Tür hat 3 verschiedene Schlösser, um Fremde abzuhalten in seinen Traum zu marschieren (sollte Grayson vielleicht auch so handhaben) und (da lief es mir kalt den Rücken herunter) kaum hat sich Livs Tür hinter ihr geschlossen, klopft es. Meine Vermutung: der Herr der Finsternis oder sonstige Gestalten haben sich an ihre Fersen geheftet und versuchen nun an sie heran zu kommen, um sie/ihre unbekannten Kräfte/ihr Leben für sich zu benutzen…

21.7.13

Mhm, meine Vermutungen scheinen sich zu bestätigen: Mittlerweile hat Liv herausgefunden, dass die vier Jungs und eine Freundin von ihnen als “Spiel” knapp ein Jahr zuvor gemeint haben sie müssten eine Dämonenbeschwörung machen. Absolut tolle Idee! Eine der Bedingungen: mindestens eine Person muss Jungfrau sein, da die Statistik aber nur noch eine Person aufwies, während alle dachten es wären 2, ging im Laufe des Jahres alles etwas schief und – wie sollte es anders sein – Liv soll ihnen nun aus der Patsche helfen.

Netterweise scheint Grayson sich an die Rolle des Stiefbruders zu gewöhnen und versucht sie eigentlich aus der Sache rauszuhalten und rät ihr sogar noch, einfach “nein” zu sagen, aber dann hätte wir ja keine spannende Geschichte zum Lesen 😉

Zu ergänzen wäre eigentlich nur noch, dass somit ca. die Hälfte des Buches erreicht wäre.

27.7.13

Und weiter geht’s mit den Albträumen. Liv träumt nach der Party, wie sie vor 3Jahren von einer Mädchengang in Berkley drangsaliert wurde, doch diesmal schreitet Henry ein, der dank einer Haarspange in Livs Träume gelangt ist, und rettet Liv aus ihrem Albtraum, der sich schnell in puren Romantikkitsch verwandelt… Zum Glück alles nur ein Traum.

Apropos Glück, Henry riet ihr ihre Traumtür besser zu schützen – was sie auch mit der Frage “Was ist nicht gewiss” getan hat. Im realen Leben bekommt Henry von ihr den Hinweis, dass das Lösungswort auf Deutsch ist und mit einem Hans zu tun hat. Musste irgenwie an “Hans im Glück” denken, leider hab ich aber seit Ewigkeiten dieses Märchen nicht mehr gelesen, weshalb ich noch etwas am rumrätseln bin. Kein Glück, sondern pure, vorhersehbare Absicht ist es aber, dass Henry in der Nähe steht, als Liv von dem aknegeplagten Bruder Emilys (Graysons Freundin) zum Herbstball eingeladen wird und Henry als Retter auftreten kann, indem er behauptet er würde bereits mit Liv dahin gehen.

Das schöne an der Logik ist ihre Aushebelung: Da Liv zugestimmt hat, den Jungs zu helfen, was noch einmal durch ein Gespräch mit Grayson bestärkt wurde, in dem er ihr erzählt, dass seine Mutter an Corea Huntington gestorben sei, muss sie am nächsten Wochenende bei dem Ritual mitmachen. Es ist durchaus verständlich, dass sie am Anfang einfach nur schallend lachen möchte, vor allem da Arthur alles sehr ernst nimmt und dabei mehr als schwülstig spricht, aber irgendwie ist es auch alles äußerst verwirrend. – Ich bin nur froh, dass ich im Gegensatz zu Liv ein paar Jahre länger Latein hatte…

Jetzt bin ich erst einmal gespannt wie der Ball ablaufen wird, zumal die Jungs glauben, dass das letzte Siegel, das den Dämon in der Unterwelt hält, an Halloween gebrochen werden wird. Es bleibt abzuwarten an welcher Stelle das Buch abbrechen wird, oder ob die Folgebände sich mit den Problemen im Umgang mit dem befreiten Dämon beschäftigen werden.

1.8.13

Liv träumt mal wieder, aber anstatt ihrem Traumprinzen läuft sie erst einmal Annabel über den Weg, die sich total süß bei ihr bedankt, aber leider auch nicht so recht mit der Sprache rausrückt. Und natürlich hat sie noch – schmacht – ein romatisches Picknick mit Fernbeziehung Arthur.

Aber Apropos Traumprinz. Henry freundet sich sogar mit der Traum-Türwächter-Lottie an, um wieder in Livs Träume zu können! Eher albtraumhaft ist es jedoch, als kurz nach der kleinen Offenbarung, dass man in seinen Träumen wirklich zu allem werden könnte (mein Bauchgefühl sagt mir, dass könnte wichtig werden), die beiden von einem zischenden Wind verfolgt werden. Scheint so als würde ein gewisser Dämon langsam aktiv. Da hilft auch keine Flucht in den rosigen, kindlich-glücklichen Traum von Henrys 4 Jahre alter Schwester, wenn er damit endet, dass plötzlich Henry weg ist und Liv in die Tiefe stürzt.

13.8.13

Die nachfolgende Woche ist auch nicht gerade leicht für Liv: Henry taucht nicht in der Schule auf und es kommt ihr so vor als würde sich immer häufiger in ihren Träumen die grüne Tür zeigen. Außerdem muss sie erfahren, was es bedeutet, wenn man plötzlich eine große Schwester hat, der man die Verkuppelung mit dem kleinen Bruder der besten Freundin versaut hat. Florence hat beschlossen aus Livs 16. Geburtstag etwas ganz Großes zu machen – zugegebenermaßen mit Erfolg! Ein wunderschönes, kitschiges Picknick im Park mit allem, was frau sich wünschen kann inklusive gutaussehender Ballbegleitung.

Zum Glück gibt es aber auch noch kleine Schwestern, die die Erlaubnis haben ihre große Schwester mit Dingen zu bewerfen, wenn sie schauen sollte wie ein verliebtes Schaf. Was sie nicht verhindern können: Henry küsst Liv und verrät ihr außerdem, dass er ihr Rätsel geknackt hat: Man google “Hans nicht gewiss”, und nehme dann das allerserste Video. Habe ich am Sonntag mit einer Freundin gemacht, die das Buch schon durch hat – es gibt sogar Einträge darunter, die besagen, dass man durch Kerstin Gier auf das Video aufmerksam wurde!

Und allmählich nähere ich mich dem Buchende…keine Ahnung, was da noch großartig passieren soll.

1.10.13

ok, WTF!

Nicht nur, dass ich schon eine Weile nichts mehr zu “Silber” geschrieben habe, auch habe ich vor einer Stunde tatsächlich die letzten 18 Seiten gelesen. Allerdings hab ich bereits letzte Woche etwas weiter gelesen und meine Stimme hat sich dabei überschlagen, weil ich so schnell vorlesen wollte wie ich es für mich lesen würde.

Das mit Henry und Liv scheint wirklich was Ernstes zu sein: an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch. Nur um Arthur und seine Freundin Anabel sollte man sich vielleicht mal Gedanken machen. Arthur verrät nämlich Henry und Liv, dass Anabel sich im Traum opfern will, um den Dämon zu befreien und ihre Schuld abzubezahlen. Aber das würde erst zu Halloween geschehen. Gut, dass das noch einen Monat hin ist, denn jetzt heißt es erst einmal “Darf ich bitten?”

Widererwarten wird es selbst für Liv ein schöner Abend, bis sie mitbekommt, dass sich Anabel und Arthur vom Ball entfernen – sie natürlich hinterher und mitten auf den Highgate Cemetry. Um es kurz zu machen: Arthur ausgeknockt mit gebrochenem Kiefer und die eigentlich Böse ist Anabel, die Livs gesamtes Blut braucht, um das letzte Siegel zu brechen. Hintergründe? Ihre Mutter hatte sich vor Jahren einer satanischen Sekte angeschlossen und Anabel hat anscheinend eine Weile da mitgemacht. Momentan ist sie aber fürs Weitere in der geschlossenen Anstalt.

Was mir aber dennoch Sorgen bereitet: Während eines von Livs und Henrys Traumdates erscheint sie auf dem Korridor und erklärt, es wäre noch lange nicht vorbei, sondern fange gerade erst an.

An dieser Stelle ein Kompliment an Kerstin Gier: Es ist verdammt schwer den letzten Satz eines Buches so zu wählen, dass zwar alles gesagt scheint, sich aber dennoch ein mulmiges Gefühl im Bauch des Lesers ausbreitet und man sich die Bange Frage stellt, ob es nicht doch tatsächlich weitergeht (um hier die Spannung etwas zu nehmen: vermutlich ja).

Zwar fand ich “Rubinrot” spannender (war beim ersten Lesen aber auch 3 1/2 Jahre jünger), aber dennoch ist “Silber” lesenswert, nicht zu sehr romantisch, auch wenn die Erfahrung der ersten Liebe elementar zu sein scheint und hat auf jeden Fall einen gehörigen Gänsehautfaktor, da Situationen geschildert werden, die alltäglicher klingen als “meine Familie ist Teil eines jahrhundertealten Geheimbundes”.

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