Lone Ranger (Film 2013)

Man nehme das Jahr 1933. Ein kleiner Junge in San Francisco fängt auf einem Jahrmarkt ein Gespräch mit einer Gestalt in einem Ausstellungsfenster an, unter dem “The Noble Savage” steht, und bekommt erzählt das er als Tonto mit dem Lone Ranger Banken überfallen hätte. Womit sollte man denn auch sonst einen kleinen Jungen schocken, wenn nicht damit, dass sein großes Idol ein Bandit war?

Aber zurück auf Anfang: Texas, ca. 1886, die Ost-West-Eisenbahnstrecke wird gerade gebaut und in einem kleinen beschaulichen Ort, soll ein Zug einlaufen. Ranger Dan Reid erwartet mit diesem Zug zwei Personen zu bekommen: Den kanibalistisch-veranlagten Verbrecher Butch Cavendish (seltsamerweise fiel mir sofort Timothy Cavendish aus “Wolkenatlas” ein – nicht persönlich gemeint! Liegt nur an dem Namen) und, was ihn noch mehr beunruhigt, den neuen Bezirks-Staatsanwalt, seinen Bruder John. Zwischendrin sorgt allerdings noch Indianer Tonto, der einst zwei Weißen die Lage eines riesigen Silbervorkommens verriet und nun versucht sich an diesen für den Mord an seinem gesamten Stamm zu rächen, für einiges an Verwirrung. Der Rest ist spannend, skurril, zu tiefst erschütternd und man stellt sich ernsthaft die Frage, wieso dieser Film angeblich (ich habe keine einzige gelesen) so schlechte Kritiken bekam und in den USA gefloppt ist.

Bei der Besetzung möchte ich eigentlich nur zwei Namen hervorheben: Tonto wird gegeben von Johnny Depp, während Helena Bonham Carter die Etablissement-Besitzerin und ehemalige Tänzerin Madame Red (?! Fans von “Black Butler” werden wissen, weswegen ich hier aufhorche), der Cavendish das rechte Bein nahm, gibt. Doch diese Frau ist kreativ und versteckt nun in ihrer Elfenbeinprotese (vgl. “Besuch der alten Dame”) ein Gewehr.

So, mehr will ich eigentlich auch nicht verraten. Auch weil ich mich vermutlich in Details verrennen würde und es nicht ratsam ist knapp 2 1/2h Film niederschreiben zu wollen, der teilweise von Situationskomik lebt. Ich finde “Lone Ranger” auf jeden Fall sehenswert, da er neben seiner ernsten Thematik einen auch durchaus zum Nachdenken bringt und trotz actionreicher Szenen mit deutlich weniger Kunstblut als “Django Unchained” (Christopher Waltz hat den Oscar zu Recht!) auskommt.

Also, viel Spaß beim Schauen!

PS: Keine Angst, demnächst gibt es hier auch wieder was zu Büchern zu lesen! Kleiner Vorgeschmack gefälligst?: “Silber” neigt sich dem Ende, ich lese gerade ab und zu Kurzgeschichten von “Sherlock Holmes”, möchte demnächst noch ein paar Einträge zu “Tribute von Panem”, “Herr der Ringe”, “Buch ohne Namen” und einige mehr nachreichen und dann natürlich wieder ein Buch vorstellen, dass ich aktuell lese. Bis bald.

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