Derek Landy – “Skulduggery Pleasant – der Gentleman mit der Feuerhand”

Lesebeginn: 11.8.13

Leseende: 17.8.13

(14.8.13)

Zuallererst eine Frage: Gibt es so etwas wie die “Anonymen Büchersüchtigen”? Ich glaube ich könnte momentan so etwas gut gebrauchen! (Bin schon auf Seite 175, obwohl ich kaum tagsüber lese) Dabei fing alles so harmlos mit “The Picture of Dorian Gray” vor ziemlich genau 5 Jahren in Irland an. – Zumindest hab ich mittlerweile gelernt genug Schlaf zu finden.

Und mit Irland geht es auch weiter. (Ein kleines Detail, dass mir meine liebe beste Freundin nicht verraten hat während all der Male die sich mich davon überzeugen wollte, dass ein Jugendbuch mit einem im Anzug steckenden Skelett auf dem Cover gut sei und ich es unbedingt lesen müsste – natürlich wurde mir das auch von anderer Seite geraten). Ich bin also tatsächlich froh, meine eh schon SEHR vollen Bücherregale um ein weiteres Exemplar zu füllen, auch wenn ich vielleicht mal schauen sollte, ob es die restlichen Bände auch als e-Book gibt…Wo war ich? Ach ja, Irland. Der Grund warum ich die Farbe Grün so mag und außerdem Heimat der 12-jährigen Stephanie Edgley, die ein normales Leben im kleinen Küstendorf Haggard (alle 3 namensgleichen Orte, die Google Maps findet, liegen definitiv nicht am Meer!) führt, bis ihr Onkel Gordon, berühmter Horror-Bestsellerautor, stirbt und ihr seinen gesamten Besitz vermacht (abgesehen von ein paar Kleinigkeiten für seine beiden Brüder inkl. Familie).

Doch bald muss sie erkennen, dass an den Büchern ihres Onkels weniger Fiktion dran ist als erwartet. Bereits bei ihrer ersten Übernachtung im geerbten Anwesen bricht ein Alchemist ein und versucht sie zu töten, als sie nicht weiß, von welchem Schlüssel dieser spricht. Zum Glück gibt es da noch den guten, stattlichen, mit Elementemagie vertrauten, charmanten etc. Detektiv Skulduggery Pleasant (angenommener Name zum Schutz vor bösgesinnten Magiern – vgl. Bartimäus und Eragon), der nicht nur ein Freund ihres Onkels ist, sondern, naja, irgendwie seit einer guten Weile … tot und nun als Skelett herumrennt, einen Bentley (wenn nicht gerade wegen besagtem Alchemisten in der Werkstatt) fährt und als einer der wenigen für Ordnung in der magischen Welt sorgt. Sein Lieblingsverdächtiger? Ehemals böser Alchemist Nefarian Serpine, der mit Hilfe seiner rechten Hand quallvoll Leute ermorden kann, ohne dass man dies später feststellen kann,  und nun anscheinend hinter einem Zepter her ist, um sehr alte, grimmige, fiese Götter, die sog. “Gesichtslosen”, aus ihrem Gefängnis zu befreien. Auch wenn sowohl Zepter und als auch die Gesichtslosen selbst in der magischen Welt als Mythen gelten, macht sich Skulduggery auf die Suche nach Hinweisen, da auch der lange gehütete Waffenstillstand zwischen Gut und Böse ins Wanken gerät. Und natürlich immer mit von der Partie ist Stephanie, die nach dem Überleben der ersten beiden Mordattentate auf sie doch mehr als neugierig ist auf diese verborgene Welt, und außerdem der Meinung, dass sie das Ganze etwas angeht, da ihr Onkel der Letzte war, der das Zepter in seinem Besitz hatte…

Ich bin also schon gespannt wie das ganze weitergeht! An die, die das Buch schon gelesen haben: bitte verbessert mich, wenn ich etwas falsch darstelle, vor allem bei feststehenden Fakten – Danke!

(17.8.13)

Erstaunlich, dass Dublin nicht in Schutt und Asche liegt. Denn leider ist es Walküre Unruh (ja, Stephanie hat beschlossen noch etwas in der magischen Welt zu bleiben und daher sich selbst einen Namen gegeben) und Skulduggery nicht gelungen vor Serpine das Zepter zu bekommen – unter anderem, weil es mehr Verräter auf Seiten der Guten gibt als man sich das vielleicht vorstellen würde. Immerhin lernt Walküre (engl. Valkyrie) die Schwertkämpferin Tanith Low kennen, die ihr den richtigen Einstieg in die Zauberei zeigt und Skulduggery hilft, den Sensenträger, den Serpine auf Stephanie hetzt, im Zaun zu halten.

Diesen hatte Serpine mit magischen Elixieren wieder zum Leben erweckt und mit ein paar netten Fähigkeiten für Unverwundbarkeit ausgestattet, bevor er sich selbst der Prozedur unterzog und so ein toter Lebender wurde – sehr, sehr schlechte Idee wie er beim großen ShowDown im Saktuarium feststellen muss. Aber zunächst tötet er alle 3 des Ältesten Rats, um an das Buch der Namen zu gelangen, dass er dann unbeabsichtigt dank Skul. zerstört. Da dieser anscheinend eh den Hang zum Zerstören hat, folgt bei Serpines Versuch Stephanie zu töten auch gleich das Zepter, dessen Meister er im Toten Zustand nicht mehr vollends sein kann.

Ergo, Bösewicht zu Staub zerfallen, Menschheit für’s Erste gerettet und Stephanie hat jede Menge Zeit sich neben dem Ausheilen ihrer Verletzungen, der Zauberei zu widmen und vom Element Luft weiter zum Element Feuer zu gehen, auch wenn sie wohl das Element Erde nicht so schnell in ihre Übungen einschließen wird, nachdem sie sah wie der Schneider Gräßlich aus Selbstschutz zur Statue wurde.

– Ich glaube ihr werdet hier noch einiges über Skulduggery lesen in nächster Zeit 😉

Und jetzt ein bisschen was für Leute, die das Buch bereits gelesen haben:

Wieso trägt dieser verwandelte Sensenträger weiß? Wieso geht er ganz zum Schluss einfach davon? Wer ist sein wahrer Meister? Ist es nicht gefährlich, dass jetzt das Tunnelsystem unter Gordons Anwesen einen nicht verschlossenen Ausgang in das Haus hat? Wann wird Gräßlich sein Statuendasein beenden? Wie heißt Walküre mit vollem Namen eigentlich im Englischen?

Mir hat das Buch definitiv gefallen, auch wenn es mir etwas komisch vorkommt von einen “Kinderbuch” so gefesselt zu sein. Auf der anderen Seite ist das, was ich bis jetzt an Erwachsenenfantasy gelesen habe, meistens so brutal und sexlastig gewesen, dass man es kaum gescheit lesen konnte (eine der wenigen Ausnahmen: Nora Roberts Ringtrilogie – die war einfach nur herrlich kitschig). Könnte man also fast weiterempfehlen. Mhm, streichen wir einfach das “könnte” und erfreuen uns an einem weiteren Detektiv mit klugem Gehilfen, der es versteht die Welt etwas anders zu sehen als sie uns auf den ersten Blick erscheint.

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