Die Wahl der Qual

Es ist Freitagabend, im Sommer, trocken, warm, Ferien! Und was mach ich? Sitze zu Hause, backe, sauge Staub (leider mache ich dabei keine so gute Figur wie Freddie Mercury in “Break Free” – schaut euch das Musikvideo an!), versuche die Entropie in meinem Zimmer zu verringern und stelle beim Klavierspielen fest, dass ich doch etwas mehr üben sollte. Da ihr mich sicherlich nicht spielen hören wollt, würde ich vorschlagen ihr sucht bei YouTube “UKpiano” und hört euch seine Aufnahmen an ( http://www.youtube.com/watch?v=QneWoodGXWo&feature=c4-overview&list=UUCWTtFf8wpLlCZHenYUGZKw – hab ich auch einmal gespielt, stammt aus dem Film “das Piano”).

Ebenfalls gefällt mir die steigende Anzahl an Leuten, die meinem Blog folgen und denen sogar meine Beiträge gefallen, ohne dass ich sie tatsächlich kenne. Daher meine Bitte an euch da draußen, die für mich nur ein Foto, ein Name und ein Blog sind: Wie seid ihr auf meinen Blog gestoßen? Wieso folgt ihr mir? Bin da etwas neugierig und würde mich sehr über eure Antworten freuen!

Nun der Grund weswegen ich meinen Freitagabend so verbringe wie oben bereits geschildert: schlichtes Überangebot. Es gibt zu viele Zerstreuungsmöglichkeiten, deren Qualität (wie z.B. das  Fernsehprogramm) aber teils sehr fragwürdig ist. Und so bleiben leider Dinge, die tatsächlich gemacht werden sollten, wie Putzen, irgendwie ganz automatisch auf der Strecke und werden dann erledigt, wenn gerade Zeit ist.

Es gibt mittlerweile aber auch einfach zu vieles an Bespaßung: Kino, Fernsehen, Shoppen, Internet, Computerspiele, Fitnessstudio, usw. und nicht zu vergessen das klassische Buch. Doch wer findet sich in diesem Irrgarten noch zurecht? Manchmal frage ich mich, ob Handarbeit, Musik und Lesen wie es in den Jane-Austen-Verfilmungen gezeigt wird, nicht ausreichen würde und bin froh, dass ich auch mal zurückschalten kann, wenn ich will. Dass es nicht immer der große Adrenalinkick sein muss, um mich das Leben genießen zu lassen. Besagter Pianist hat auch den Soundtrack von Cloudatlas eingespielt – ich hab es beim Hören nicht gemerkt, musste aber trotzdem an das Buch denken (Anm.: von Cloudatlas kenne ich den Soundtrack anders als bei LoR nicht auswendig). Vielleicht hab ich auch deswegen heute gebacken, weil es mich beruhigt, weil meine Freizeit nicht noch stressiger als mein Studium sein muss. Und womit hat man sonst ein so schnelles Erfolgserlebnis? Klar, das Ergebnis ist meist nicht von langer Haltbarkeit, aber keiner kann einem den Stolz nehmen, wenn etwas gelingt, sich Freunde und Familie freuen und es allen schmeckt. Die Freude darüber ein Buch gelesen zu haben, spürt man hingegen meist nur allein.

Doch auch hier geht es mit der Qual der Wahl weiter. Womit wollen wir uns beschäftigen, was lesen? Die Verfilmung eines Buches ist meist bedeutend kürzer, Hörspiele in der Regel mindestens genauso teuer wie das Buch und Platz im Bücherregal wird auch noch weggenommen. Da gilt es genau zu überlegen, welches Buch man sich als nächstes anschafft oder liest. Nimmt man einen der Klassiker, oder soll’s doch der besser der neueste Bestseller eines skandinavischen Krimiautoren sein? Wer soll da bitte schön noch durchblicken? Welche Bücher muss man wirklich gelesen haben? Wo reicht die Wikipediazusammenfassung (wirklich empfehlenswert für Filme!)?

Bevor ich mich hier noch mehr ausheule. Ich geb’s ja zu: Eigentlich will ich nur Skulduggery Pleasant weiterlesen, hab aber noch zu Hause so viel Ungelesenes, dass ich es irgendwie ungerecht fände, mir den nächsten Band zu holen. Ich muss nicht erwähnen, wie oft ich über meine beste Freundin geschmunzelt habe, wenn sie sich wieder drüber aufgeregt hat, dass der Folgeband einer Serie noch nicht draußen ist, oder?

Ich geh dann mal suchen – ihr werdet es ja doch mitbekommen, was es nun geworden ist.

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2 Responses to Die Wahl der Qual

  1. Ich habe du mit WordPress gefunden, mit der “Leser”.(Reader) Ich bin nicht sicher, was es heisst auf Deutsch. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende. 🙂

  2. julixsoph says:

    Danke für die Wünsche – hat geholfen! Ich hab als Systemsprache Deutsch eingestellt, aber es steht auch bei mir “Reader” – ich wüsste spontan noch nicht einmal wie man das am besten ins Deutsche übersetzen soll. Ich werde drüber nachdenken…

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