Michael Ende – “Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer”

Mir ist bekannt, dass ich mich bereits an anderer Stelle über die Augsburger Puppenkiste ausgelassen habe, da ich aber bis vor 1 1/2 Wochen noch nicht Jim Knopf gelesen hatte, habe ich das im Urlaub mal nachgeholt 😉

(“Urmel aus dem Eis” habe ich dafür noch als Kind gelesen)

Meine Ausgabe ist schon etwas älter, hat ab und zu lose Seiten und sieht wunderbar häufig gelesen aus, weil es die Ausgabe meines Vaters ist. Die Erstausgabe erschien 1961, was erklärt, weswegen Wörter wie “Neger” ganz normal verwendet werden oder auch ein sehr seltsames Bild von China vertreten wird, was den Genuss des Buches jedoch in keinster Weise einschränkt.

Vermutlich muss ich zu der Handlung, in der das Findelkind Jim Knopf mit seinem besten Freund Lukas dem Lokomotivführer von dem kleinen Inselkönigreich Lummerland abhaut, um einen Platz zu finden, wo sie beide bleiben können und schließlich die chinesische Prinzessin Li Si aus der Drachenstadt und vor der gemeinen Drachendame Frau Mahlzahn retten, nicht viel sagen, daher beschränke ich mich lieber auf meine Meinung zu dem Buch.

Um es kurz zu machen: das Buch ist einfach klasse und kann durchaus mit Endes anderen Werken (z.B. “unendliche Geschichte” und “Momo”) mithalten. Die Figuren sind einfach genug gehalten, um Kinder nicht zu verwirren und so liebenswert beschrieben, dass ich sie auch für die Dauer des Lesens in mein Herz schließen konnte, z.B. der Halbdrache Nepomuk, dessen Vulkan Lukas und Jim reparieren, oder auch Herr Turtur, der Scheinriese, vor dem alle Angst haben.

Dennoch ist es kein Kinderbuch im modernen Sinn, sondern erinnert von der Ausrichtung ein bisschen an ganz alte Kinderbücher (z.B. Wilhelm Busch), bei denen vor allem der erzieherische Aspekt im Vordergrund steht: Lukas schämt sich, als er Nepomuk vergaukelt, dass es schwierig wäre, seinen Vulkan wieder in Gang zu bringen, Jim bittet Frau Waas nicht traurig zu sein über sein Fortgehen und Li Si stellt klar, dass – auch wenn die Schule bei Frau Mahlzahn furchtbar war –  es dennoch wichtig ist zu lernen.

Es ist süß wie kindlich diese Geschichte daher kommt und einen zurück in die Kindheit versetzt. Nur eine Sache hat mich wirklich verwundert: Wieso hat die alte Emma plötzlich die kleine süße Molly als Tochter in ihrem Kohletender? Ich für meinen Teil hab einfach mal beschlossen, mir nicht all zu viele Gedanken darüber zu machen und mich stattdessen auf das Lesen des zweiten Teils zu freuen.

PS: aktuell Lese ich “Bartimäus – Der Ring des Salomo”

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