Jonathan Stroud – “Bartimäus – Der Ring des Salomo”

Das Semester hat begonnen und meine Lektüre verschiebt sich zusehends in Richtung Fachliteratur fürs Studium – was mich jedoch nicht abhält dem unwiderstehlichsten aller Dämonen einen Besuch abzustatten.

Ich war 14 als ich die ersten drei Bücher gelesen habe und eigentlich hatte ich gar nicht so viel Lust, Nummer vier zu lesen, als es erschien. Mit 14 fand ich die Bücher aufregend, diesen überheblichen Dschinn ganz schön frech und hab noch lange danach immer wieder von den Fußnoten geschwärmt. Ein Klassenkamerad hat das erste Buch sogar in Deutsch einmal vorgestellt und dazu die ganzen Wesen gezeichnet! Sah echt gut aus…

Aber nun weg von dem jungen Nathanael und hin zu einer Gestalt, die uns allen bekannt sein sollte: (Trommelwirbel) Salomo, dem Weisen. Aber bitteschön ohne diesen ganzen Glaubenstamtam außenrum, sondern einfach nur einmal aus der Sicht eines gequälten Dämons, dessen wechselnde Herren leider immer zum Kreis der königlichen Magier gehören. Kaum hat er sich des einen entledigt, indem er den Unachtsamen gefressen hat, da kommt schon der nächste, der Ägypter Khaba der Grausame, daher und beschwört ihn erneut, um ihm das schlechte Benehmen auszutreiben. Dummerweise bedeutet das für den mächtigen König und mittelmäßigen Zauberer seinen Tempel zu errichten. Wieso dennoch alle machen, was er will? Der Gute hatte Glück und fand einen mächtigen Ring, in dem a) eine mächtige Wesenheit haust b) sich ein Tor zum Anderen Ort (der Dämonenwelt) befindet. Ergo, der Ringträger ist unglaublich mächtig (nein, er wird nicht unsichtbar! und wir schmeißen ihn auch nicht ins Feuer! – auch wenn der Ring kurz mal ins Meerwasser getaucht wird).

Gleichzeitig bekommt Königin Balkis im Fernen Saba, nachdem sie Salomos Heiratsantrag abweist, ein Ultimatum gestellt: entweder sie zahlt Tribut bis in 14 Tagen an Salomo oder er lässt ihr Land verwüsten. Da Saba zauberermäßig eher schwach aufgestellt ist, schickt die Königin ihre erste Wächterin in Erbfolge (oder wie Bartimäus meint: Sklaven, die als Leibwächter fungieren), die junge Asmira, los, um Salomo zu töten und ihr den Ring zu bringen. Und eigentlich macht sie ihre Sache auch sehr gut. Durch einen Überfall, den Bartimäus zerschlägt (samt Zauberer strafversetzt in die Wüste), gelangt sie ohne größere Probleme dank Khaba in den königlichen Palast, befreit den Dschinn aus seiner Flasche (lest selbst, wenn ihr wissen wollt wie Bartimäus da nun wieder rein kam – ich sag nur: traue nie dem Schatten eines Magiers!), schafft es tatsächlich bis zu Salomo und nimmt ihm den Ring ab.

Was danach folgt ist eine wüste Mischung aus Kämpfen, Verwandlungskünsten, aufgedeckten Intrigen, purer Bösartigkeit und einem Hauch von Einsicht. Um es kurz zu machen: Die Welt in der wir Leben ist weder einem bösen Magier unterworfen, noch kam Asmira bei ihrer tollkühnen Tat um. Sie ist sogar so großzügig und entlässt Bartimäus zum Schluss ohne viel Diskussion, um dann selbst in die Freiheit zu gehen und Karawanen vor Überfällen zu beschützen. Denn eins kann die kleine (auch wenn ihre geliebte Königin sie für eine Versagerin hält) – Kämpfen!!!

Mit knapp 460 Seiten war das zwar kein dünnes Buch, dafür konnte man wirklich jede Seite genießen. Es ist schön zu sehen, dass Bartimäus immer noch so ironisch sein kann und es versteht einen Gegner mit seinen Schwachstellen auszutricksen.

Wie gesagt, für mich der coolste Dämon überhaupt! – Sorry Cole.

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