Wie man an Bücher kommt oder meine Bücherbeschaffungsmaßnahmen

An dieser Stelle Danke an die liebe Kommilitonin, die mir vorgestern die ersten 3 Scheibenwelt-Romane ausgeliehen hat. Ich verspreche sie vorsichtig zu behandeln und mit Genuss zu lesen – auch wenn du daran Schuld bist, dass ich um Zeit dafür zu haben, Bartimäus noch bis kurz vor Mitternacht gelesen habe und deshalb in der Vorlesung gestern einschlief!

Glücklicherweise gab es als ich kleiner war nie einen Mangel an Büchern zu Hause. Mein Vater hat mir seit ich alt genug war, um etwas zu verstehen, jeden Abend vorgelesen (bis ich ca. 11 war). Vielleicht kennt ihr sie ja, diese wunderbaren dicken Bücher, die für jeden Tag des Jahres eine kleine Geschichte bereithalten. Als ich älter wurde kamen dann auch normale Bücher dazu und natürlich eine Menge Märchen. Einmal wurde mir sogar “Alice im Wunderland” auf Französisch vorgelesen, weil wir in Frankreich Urlaub gemacht haben, und bekam alles seitenweise übersetzt. Und den ersten “Harry Potter”-Teil musste ich auch nicht lesen. Das war vor ziemlich genau 13Jahren. Danach fing ich immer mehr an selbst zu lesen.

Zu meinem Glück sprach es sich bald herum, dass ich ein Bücherwurm war, und so bekam ich zu Weihnachten und Geburtstag jede Menge Bücher, die ich allesamt verschlang.

Und dann nahm mich meine Mutter ab und zu mit in die Stadtbücherei. Kennt ihr das Gefühl, das einen überkommt, wenn ihr in einem Raum voller Bücher seid? Wenn ihr fast andächtig werdet ob des gesammelten Wissens und der vielen Gedanken fremder Menschen? Naja, bevor ich hier zu sehr ausschweife: Es öffnete mir die Tore in eine vollkommen neue Welt – eine Welt in der ich jedes Buch lesen konnte, das ich wollte. Ok, mittlerweile lese ich auch deswegen viel aus der Bücherei, weil ich einfach keinen Platz mehr habe und mich nur schwer von meinen Büchern trennen kann, aber es ist wirklich empfehlenswert, Bücher, die man eigentlich nur mal anlesen möchte, auszuleihen.

Womit wir bei einer weiteren Möglichkeit wären, an Bücher zu kommen. Nach einigen unfreiwilligen Umstrukturierungen in meinem Freundeskreis, erkannte ich, dass ich nicht die einzige Büchersüchtige war und so ging das Ausleihen auf privater Basis los. Ich hab z.B. auf diese Weise kurz vor Filmstart noch den ersten Teil der Tribute von Panem lesen können. Das Hauptproblem ist, den Überblick zu behalten, wer gerade welches Buch von einem hat. Meine beste Freundin hat z.B. immer noch meinen ersten Teil der “Chroniken von Erdsee”. Diese Methode hat aber auch einen großen Vorteil: keine Wartezeiten und Ausleihfristen (fast zumindest) und man verschafft sich – wenn auch nur kurzfristig – etwas Platz im Bücherregal/schrank/Nachtisch/Truhe/Treppe/Schreibtisch.

Aber eigentlich ist es doch schön, die Bücher, die man gelesen hat, bei sich zu haben, oder? Also gut, ab in den Buchladen der Wahl und das Stöbern anfangen. Auch in fremden Städten zieht es mich meist zuerst in einen Buchladen – keine Ahnung wieso. Auf jeden Fall verdanke ich dieser Angewohnheit meine wunderbar schmale Ausgabe von “Dracula” (im Münchner Hauptbahnhof auf der Durchreise nach Rom) und “The Picture of Dorian Gray” (ebenfalls schmal) mit einem hellgrünen (meine Lieblingsfarbe) Einband.

Natürlich lese ich mittlerweile auch eBooks und nehme auch mal gerne solche, die kostenlos im Internet zu haben sind (empfehlenswert finde ich: http://www.gutenberg.org/ oder auch die kostenlosen Angebote von Amazon (bitte deswegen jetzt keinen kindle kaufen! ich finde deren Formateinschränkung nämlich ziemlich bescheuert), aber ich sag auch bei sonstigen Leseproben nicht nein. In diesem Sinne verabschiede ich mich in Richtung Frankfurt, wo ich morgen die Messe etwas unsicher machen werde und hoffentlich das ein oder andere Leseexemplar in die Hand gedrückt bekomme (letztes Jahr war es “Shadow Falls Camp” 1).

Wer will, kann jetzt natürlich anmerken, dass ich ruhig etwas wählerisch sein könnte bei dem, was ich lese, aber um ehrlich zu sein: Wieso? Wäre ich wählerisch, hätte ich nie “Das Wunder von Dublin” gelesen und eine Menge anderer guter Bücher auch nicht. Und man führt doch auch nicht immer ein Gespräch, um seine eigene Meinung bestätigt zu hören, sondern um Neues zu lernen. Sagt bloß ihr könnt dem Flüstern mancher Bücher widerstehen!

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