Ao No Exorcist

Yukio kann Dämonen sehen und ist mit seinen 15-Jahren bereits soweit in seiner Exorzistenausbildung, dass er Gleichaltrige unterrichtet. Und alles nur, weil sein älterer Zwillingsbruder Rin der Sohn Satans ist und ihn als Kind verletzt hat.

Wer jetzt aber nur schwarz und weiß sieht, irrt sich gewaltig. Denn Rin weiß gar nichts von seinem “Glück”. Klar, neben dem strebsamen Yukio mit guten Schulnoten macht er keine ganz so gute Figur, aber dennoch ist er ein herzensguter Mensch, der die Schwächeren verteidigt und versucht seinen Weg zu finden. So gesehen hat der Pater, bei dem beide aufwachsen, seine Wette gegenüber Mephisto Pheles erfüllt. Zumindest bis zu dem Tag, an dem Rin erfährt, was er wirklich ist. Als sein echter Vater auftaucht und Besitz vom Pater ergreift, stirbt dieser. Trotzdem gelingt es Rin das Tor zur Unterwelt wieder zu schließen.

Nach diesem Vorfall wechseln beide an die Schule des Mephisto Pheles, ebenfalls ein Sohn Satans, aber offiziell auf Seiten des Vatikan. Dies hindert ihn jedoch nicht ab und zu die Geschehnisse zu seinem Vergnügen zu beeinflussen, Zwar findet Rin schnell Freunde und lernt langsam seinen kleinen Bruder in der Rolle des Lehrers zu akzeptieren, jedoch hat er auch genug Feinde. Und der größte davon ist zunächst er selbst, da es für ihn unmöglich scheint seine Kräfte zu beherrschen.

Aber was hegt ein Teil des Vatikans, angeführt von dem Großvater der Zwillinge, eigentlich für Pläne? Die Unterwelt zerstören mit Hilfe eines riesigen Tores zu ihr und einer “Messiah” getauften Bombe? Irgendetwas scheint an diesem Plan zu größenwahnsinnig. Und überhaupt: Was ist tatsächlich mit Rins und Yukios Mutter passiert?

Die Geschichte gibt es als Manga und als Anime, wobei ich nur letzteren kenne. Es ist auf jeden Fall eine gut gesponnene Handlung geboten, die neben all der Dramatik auch schöne und manchmal sogar lustige Momente hervorbringt, aber nie das Kernproblem aus den Augen verliert. Außerdem gefällt mir der Schuldirektor, bei dem man sich erstaunlich gut an die Vorlage von Goethe gehalten hat (obwohl man seine Forschungsstätten nach Polen verlegt hat). Gut finde ich auch, dass aufgezeigt wird, dass nicht alle Dämonen grundsätzlich böse sind und wie im Fall der Katze Blackie genauso verletzlich sind wie normale Lebewesen.

Wer jedoch mit dem japanischen Zeichenstil wenig am Hut hat, dem würde ich hiervon abraten. Zumal es ein ums andere Mal erstauntlich ist, wie man von Japan aus den christlichen Glauben betrachtet (anderes Beispiel: DGrayMan).

Ich hoffe, euch bald näheres aus der Scheibenwelt berichten zu können.

Advertisements
This entry was posted in Anime, Books, Japan and tagged . Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Please log in using one of these methods to post your comment:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s