Lila Sommer und ein Herbst in rosarot – & – Nadine Pfeiffer “Friendship…only?”

Nachdem es draußen immer kälter wird, ist es höchste Zeit ein bisschen das Herz zu wärmen. Daher habe ich heute für euch zwei Liebesgeschichten, eine wahre und eine literarische.

“Lila ist die Farbe der sexuel frustrierten Frau”, schall es mir entgegen, als ich auf dem Geburtstag einer Freundin dieser mein Geschenk überreichte: das Buch, das sie sich gewünscht hatte, mit lila Einband und lila Geschenkband darum. Das Kommentar stammte von einer anderen Freundin von ihr, die genau wie ich damals Liebeskummer hatte. Hier beginnen die Klischees: Ich hatte mich gerade 1 Stunde vorher von meinen langen Haaren getrennt und mich für einen Sommer mit Kurzbob entschieden. Die Folge: mindestens 200g weniger, die meinen Kopf beschwerten und einen freien Kopf konnte ich wirklich gebrauchen. Ich hatte gerade mein Abi gemacht, wollte mich demnächst immatrikulieren und machte 2 Wochen nach dem Geburtstag mit meinem damaligen Freund Schluss, weil wir etwas verschiedene Ansichten zum Thema “Zukunft” hatten.

Zum Glück kennt Rachel Ames diese Probleme nicht. Sie ist 26, lebt in New York, arbeitet als Assistentin für eine angesagte Modedesignerin, hat eine liebe Familie und einen coolen besten Freund: Sam Baker, der zwar ein notorischer Schürzenjäger ist, aber als Freund wirklich einsame Spitze. Klar, manchmal muss sie seine feste Freundin spielen, um zu hartnäckige Frauen loszuwerden, die einfach nicht verstehen, dass er wirklich nur Sex will. Aber dafür hilft er ihr gegen blöde Typen, die Rachel anmachen oder stalken.

Wie ich den Sommer verbrachte? Mit Aufräumen (mein Zimmer), Umkrempeln (mich, mein Leben – schließlich bedeutet “Ersti” sein der Start in eine vollkommen neue Welt) und viel Aufmerksamkeit für meine Freunde. Da der Sommer aber schneller vorbei geht als einem lieb ist, kam bald der Herbst und alle waren wieder beschäftigt, fuhren zu ihren Universitätstädten und ich stürzte mich in das Abenteuer, das sich “Studium” nennt. Vor allem mein bester Freund war hierbei der Leidtragende –  irgendwo muss man sich ja ausheulen, dass man gestresst ist. 😉

Erstaunlicherweise ist es gerade einer dieser Stalker, der die beiden auch körperlich näher bringt. Während sich beide langsam eingestehen etwas Romantisches für den anderen zu empfinden, erwischt Rachel Sam jedoch mit einer anderen im Bett und bricht daraufhin den Kontakt zu ihm ab. Kurze Zeit später kommt sie mit einem Redakteur zusammen, zieht mit ihm nach Paris und nimmt seinen Heiratsantrag vor der Mona Lisa an. Letzten Endes (weil es Sam immer schlechter geht) sieht sie aber ein, dass sie Sam immer noch liebt, reist zurück nach NewYork und ist ein Jahr später mit ihm verlobt und ziemlich glücklich. (Keine Angst, er hat sein Schürzenjäger-Dasein aufgegeben).

Falls ihr euch irgendwann einmal gefragt haben solltet, welchen Satz man unter keinen Umständen seinem besten Freund sagen sollte, hier die Antwort: “Gut zu wissen, dass du nichts von mir willst.” Falls er daraufhin schweigen sollte, und ich meine nicht dieses angenehme Schweigen, was sonst zwischen euch herrscht, solltet ihr ernsthaft überlegen, was das bedeuten könnte und ob eure platonische Liebe doch unterdrückter, romantischer Natur sein könnte. So zumindest bin ich die Sache angegangen vor einem Jahr. Am Ende des Abends hatte ich meinen besten Freund geküsst, ihm aber gleich gesagt, dass es erstmal nur ein Versuch sei, und wusste nicht mehr wo oben und unten war. Mittlerweile sind wir aus der Versuchsphase raus, auch wenn es manchmal seltsam ist zwischen seinem “besten” und seinem “festen” Freund zu differenzieren, aber das hilft ungemein, weil man dann seine Beziehung auch mit etwas Abstand sehen kann. Was mich aber wirklich überraschte, war wie lang er schon in mich verliebt war. Allerdings machten plötzlich eine Reihe von Erlebnissen mit ihm deutlich mehr Sinn, was unsere Beziehung noch einmal gestärkt hat. Was mich jedoch am allermeisten erstaunt hat: Ich hatte nicht erwartet das typische “Verliebtsein” zu erleben, da ich ihn schon länger kannte, doch ich sollte mich irren. 

Es wurde ein Herbst in rosarot.

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