Der Hobbit – Smaugs Einöde (Film)

Der Nebel hat sich verzogen. Ab jetzt wird es düster – und seltsamerweise auch romantisch. Nur den Drachen mag irgenwie keiner.

Leider habe ich mich meiner Prognose bezüglich des Filmendes um ein paar Stunden vertan, was dem Film aber nicht schadet. Aber zunächst mal der Reihe nach.

Die fröhliche Reisegruppe steht am Rande der Nebelberge, den Düsterwald vor sich und mit dem ersten Blick auf den Erebor. Doch zuerst gilt es eine sichere Unterkunft für die Nacht zu finden. So lernen sie Beorn, den “Shape-Shifter”, nicht nach und nach kennen, während Gandalf von ihrer bisherigen Reise erzählt, sondern mit den Worten “Was ist das?” – “Unser Gastgeber.”. Die Zwerge haben wirklich Glück, dass er es ihnen nicht übel nimmt, dass sie ihn aus seinem eigenen Haus ausgesperrt haben, und er Orks noch weniger mag als Zwerge. Mit seiner Hilfe gelangen sie zu dem Weg der Elben, der sie halbwegs sicher durch den Düsterwald führen soll. Leider müssen sie hier aber von Gandalf Abschied nehmen, der sich auf geheime Mission begibt, nachdem er feststellt, dass der Düsterwald kränkelt. Ab hier beruhen Gandalfs Erlebnisse nicht mehr auf dem Hobbit, sondern auf Andeutungen aus anderen Texten. Denn er sucht zunächst den Ort auf, in dem die Ringgeister (ihr erinnert euch langsam?) eingesperrt waren, und wo er auch auf Radagast trifft. Mit ihm geht es weiter zu Dol Goldor, wobei Gandalf es vorzieht alleine den Nekromanten zu suchen. Aber erst einmal zurück zu den Zwergen: Sie versuchen auf dem Weg zu bleiben, können es aber trotzdem nicht vermeiden sich zu verirren, im Kreis zu laufen und dabei von ein paar riesigen Spinnen angegriffen zu werden (für Insider: das sind die Kinder von Kankra aus HdR). Glücklicherweise sind sie schon im Reich von Thranduil (Legolas Papa und König von Düsterwald) und werden von seinen Wachen gerettet, die sie aus lauter Freundlichkeit dann auch gleich gefangen nehmen. Hierbei treffen auch Tauriel, sehr, sehr gute Freundin von Legolas, und Killi das erste Mal aufeinander. Eine schöne, frei erfundene Liebesgeschichte, die dank Morgulpfeilen sogar noch ein paar mehr Anspielungen an den Herrn der Ringe enthält. Es ist außerdem genial, wie man die Elben richtig hassen lernt. Denn Thranduil lässt die Zwerge nur frei, wenn er, der die Zwerge damals abwies, im Gegenzug einen Teil des Schatzes erhält. Und auch Legolas verliert an Symphathie, als er Gimli, Sohn des Gloin, als “Wechselbalg eines Orks” bezeichnet. Ein hoch auf Bilbo, der die Zwerge dennoch befreit und mit ihnen zusammen auf/in Fässern sich auf den Weg nach Seestadt begibt, verfolgt von Orks.

Seestadt an sich ist eher ruhig im Vergleich dazu, von inneren Unruhen und dem edlen Bard einmal abgesehen. Insgesamt gelangen die Zwerge auf jeden Fall schneller nach Erebor, als in dem Buch beschrieben. Und ich bin eindeutig für den Drachen! Smaug ist wirklich herrlich umgesetzt und hält sich sehr an die Beschreibung der Drachen aus “die Geschichte der Kinder Hurins”. Ich kann gar nicht verstehen, weswegen die Zwerge (wegen Verwicklungen in Seestadt allerdings nur 9) ihn unbedingt umbringen wollen…Nur wo zum Teufel steckt der Arkenstein, den Bilbo eigentlich stehlen sollte, ohne dabei den Drachen zu wecken?

Auch ein aufgewecktes Kerlchen ist der Schatten, auf den Gandalf stößt. Und *Trommelwirbel* Überraschung es ist Sauron, der ihn gefangen nimmt. Erstaunlich ist hierbei die Interpretation Peter Jacksons, der in Anlehnung an Saurons Verwandschaft mit den Balrogs die Pupille des Feuerauges zu der Gestalt Saurons erklärt.

Zu guter letzt erweist sich Smaug als wahrer Drache, in dem er den Zwergen ausreißt und beschließt ihnen die Unterstützung der Seestadt zu nehmen. “Ich bin Feuer. Ich bin Tod”

I see fire.

Jetzt wurde zwar einiges geändert, was jedoch durch das Einbringen anderer Feinheiten aus dem Tolkien’schen Werk wett gemacht wird. Außerdem ist die Umsetzung als 3D wirklich gut gelungen und kommt vor allem den erstaunlich zahlreichen Kampfszenen zu Gute, sowie der Szene, in der Thorin äußert, er wäre nicht wie sein Großvater (seht bitte selbst).

Fest steht auch, dass der dritte Teil noch düsterer werden wird, da die Zerstörung der Seestadt und die Schlacht der 5 Heere noch ausstehen. Dennoch freue ich mich schon darauf. Wie meine Mutter nach dem Film sagte:

“Und wir müssen jetzt ein Jahr auf die Fortsetzung warten?”

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One Response to Der Hobbit – Smaugs Einöde (Film)

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