Auflösung Appetithäppchen #V

Nachdem dieser wundervolle Satz jetzt schon mehrere Wochen in meinem Kopf herumschwirrte, möchte ich euch endlich die Lösung präsentieren.

Nein, es war kein Vorgriff auf den letzte Woche erschienenen Film “Wüstentänzer” – auch wenn sich die Geschichte interessant anhört. Vielleicht ist euch aufgefallen, dass ich für die heutige Auflösung römische Zahlen verwendet habe. Das hat auch einen Sinn. Das Zitat stammt aus “V for Vendetta”. Ich hatte den Film im Fernsehen gesehen und habe mich geärgert, dass ich ihn mir nicht schon viel früher angesehen habe.

Er entführt einen in eine Dystopie des nicht mal so sehr zukünftigen Londons. Aus Schutz vor Terrorismus gibt es Sperrstunden, eine ziemlich üble Polizei und ein niedergebranntes Labor, in dem an Menschen experimentiert wurde. Der Widersacher dieser Regierung nennt sich V nach der Zelle, die er in dem Labor hatte. Er weiß nicht wer er einst war, aber er weiß, dass er Rache nehmen will. Nicht für sich, sondern für eine Schauspielerin, die auf Grund ihrer Liebe zu Frauen, gefangen genommen wurde und deren Lebensgeschichte er auf Klopapier geschrieben in einem Mauseloch seiner Zelle gefunden hat. Sie hatte mit ihrer Freundin eine ganz bestimmte Rosensorte angepflanzt, die er als sein Erkennungszeichen hinterlässt, als er die damaligen Drahtzieher einen nach dem anderen umbringt. Letzten Endes stirbt auch er dabei – seine Identität bis zum Schluss, als seine Leiche mit dem Regierungsgebäude in die Luft gesprengt wird, ein Rätsel und hinter einer Guy Fawkes Maske versteckt.

Und da wäre noch die junge Frau, in die er sich verliebt, die er rettet, dann gefangen hält, zu seiner Komplizin macht, entkommen lässt, wieder gefangen nimmt, foltert, damit sie ein Leben ohne Angst führen kann (eine der stärksten Szenen des Films) und die er entscheiden lässt, ob das Regierungsgebäude wirklich gesprengt werden soll, nachdem er alle wichtigen Entscheidungsträger ermordet hat. Ihr sagt er das Zitat.

Es hat mich berührt wie sehr er sich gewünscht hat, mit ihr zu tanzen – der Punkt an dem er wirklich menschlich wirkte hinter seiner Maske. Gleichzeitig bedeutet für mich Tanzen Leben. Das mag sich im ersten Moment schräg anhören, aber ich bin mit Tanzen groß geworden, und auch wenn ich mittlerweile nur noch für mich tanze, so ist doch jeder Schritt ein Teil meines eigenen Lebenstanz. Daher steht für mich dieser Satz für das, worauf es ankommt. Eine Revolution wird sinnlos, wenn sie nicht das Ziel hat, das Leben lebenswert zu machen. Wenn wir vor lauter Revolution vergessen zu leben und jeden Moment zu schätzen, den wir am Leben sind.

PS: Er ist zwar nicht wirklich zu sehen, aber Hugo Weaving hat die Rolle des V übernommen und damit mal wieder bewiesen, was für ein hervorragender Schauspieler er ist.

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