Anne McCaffrey – “Drachenmeister”

Ein paar Jahre sind ins Land gegangen und Menolly hat sich bestens an das Leben in der Harfnergilde gewöhnt, weswegen der Fokus in Teil 5 der Drachenreiter von Pern nun auf ihren Freund Piemur gelenkt wird.

Ich habe das Buch bereits vor einigen Wochen fertig gelesen, daher bitte ich euch kleinere Ungenauigkeiten zu verzeihen. Der erste deutsche Titel dieses Buches war im Übrigen “Drachentrommeln”, was aus meiner Sicht deutlich besser passt, da er sich mehr von der tatsächlichen Handlung ableitet.

Ausgerechnet während der Proben zum Frühjahrskonzert beginnt beim talentierten Sopran Piemur der Stimmbruch. Nicht nur, dass das Stück extra auf seine Stimme geschrieben worden war, sondern auch seine weitere Existenz in der Harfnergilde steht auf dem Spiel, wenn seine Stimme nach dem Stimmbruch nicht mehr zum Singen geeignet ist, da er genau deswegen zu Gilde kam. Doch Meister Petiron hat auch Piemurs andere Talente erkannt. Kaum jemand weiß über die Ereignisse in der Gilde so gut Bescheid wie er und bekommt so viel mit.

Mit dem Geheimauftrag noch genauer auf alles um ihn herum zu achten, wird Piemur bei den Trommlern in die Lehre gesteckt. Die Trommler bilden quasi das Nachrichtensystem von Pern, da sich der Schall ihrer großen Trommeln durch das ganze Land (oder zumindest bis zur nächsten Burg) verbreitet, und sie außerdem von den Hafnern auf Botengänge geschickt werden. Piemur lernt – sehr zum Missfallen der anderen Lehrlinge, die ihn eh nicht mögen, da er neue Sachen für seine Lehre bekam – schnell und wird auch von Petiron und Menolly immer wieder als Bote genutzt. Einmal holt er mit ihr sogar Sebell vom Hafen ab (dieser fährt ab und zu zum Südkontinent – das Segeln hat er sich von Menolly beibringen lassen) und merkt auch, dass die beiden sich sehr nahe stehen. Das andere Mal hilft er den Bergwerksleuten, die Saphire abbauen, ihre Arbeiten vor den “Alten” zu verstecken. Ganz kurz zu den Alten: Drachenreiter, die zur Rettung Perus aus der Vergangenheit geholt worden waren, sich dann aber nicht denn anderen Lebensumständen hatten anpassen wollen und schließlich auf den Südkontinent verbannt wurden, jedoch versuchen wieder mehr Einfluss im Norden zu erlangen.

Die Geschichte wendet sich, als Piemur die Treppe zu den Trommlerhöhen herunterfällt, weil die anderen Lehrlinge diese eingefettet hatten. Daraufhin darf er sich wieder im Haupthaus der Gilde einquartieren, wird aber einige Tage darauf bereits wieder mit Sebell losgeschickt, um bei einem schwererkrankten Lord dem Gerücht nachzugehen, dass dort viele Drachenechsen seien. Piemur schleicht sich als Küchenjunge in die Burg ein und nimmt aus den Gemächern des Lords ein Königinnenei mit, da er sich bereits seit Langem eine kleine Echse wünscht. Dies versperrt ihm den Weg nach draußen, da die ganze Burg in Aufruhr gerät, und so versteckt er sich in einem Sack mit Stoffen und schläft ein.

Wieder erwacht, muss er feststellen, dass er auf dem Südkontinent gelandet ist. Er geht in die dort noch reichlich vorhandene Wildnis und beginnt seine kleine Königin aufzuziehen. Zum Glück hat er bei Menolly immer gut aufgepasst. Zur Zivilisation kehrt er erst zurück, als ihn die Schwester des ansässigen Lords findet und mit zu sich nimmt. In der Burg trifft er Menolly und Sebell, die auf dem Seeweg nach Süden gelangt und sich während der Paarungsfluges von Sebells Königin und einer von Menollys Bronzeechsen offensichtlich auch näher gekommen sind. Obwohl er nun zurück zur Gilde könnte, entscheidet sich Piemur dafür im Süden zu bleiben und dem dortigen Harfner bei dem Aufbau eines eigenen Trommlersystems zu helfen.

An sich ist es eine gute Geschichte. Aber der Titel und die Kurzzusammenfassung auf der Rückseite des Buches wecken falsche Erwartungen. Ich hatte mir das ganze irgendwie deutlich dramatischer vorgestellt. Doch zum Schluss nutzt Sebell die Rhythmen nur, um Piemur, der sich sowieso schon auf dem Weg zu ihm bzw. der Burg befand, zu sagen, dass er sich melden solle. Naja, vielleicht stellt sich das ganze in Teil 6 als wichtige Vorgeschichte heraus. Davor sollte ich aber auf jeden Fall Teil 1 und 2 lesen. Und bitte lasst euch von meiner Meinung nicht davon abhalten, das Buch zu lesen! Ich war eben etwas enttäuscht, auch weil ich gehofft hatte etwas mehr über den weißen Drachen aus Teil 4 zu erfahren, weil in manchen Listen “the white Dragon” (also Teil 6) als fünfter Teil geführt wird.

Zum Schluss noch eine kleine Aussicht. Im Moment lese ich Jane Austens “Emma” im Original, das noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird. Zeitgleich lese ich “Silber 2” (Kerstin Gier) meiner Mutter vor und lese die Geschichte einer Bekannten Korrektur. Wenn Interesse besteht, stelle ich die Geschichte hier auch mal kurz vor (einfach einen kleinen Kommentar hinterlassen). Viel Spaß im Sommerurlaub/ in den Sommerferien.

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