Joseph Delaney – “Seventh Son” – Spook 1

Was wird man, wenn man der siebte Sohn eines siebten Sohnes ist? Für die Mutter des zwölfjährigen Thomas Ward ist diese Frage leicht zu beantworten, auch wenn ihr Mann das Gespräch mit dem neuen Lehrmeister ihres jüngsten Sohnes führt. Er wird ein Spook.

Ein Spook wird von den meisten oft auch als Geisterjäger bezeichnet und auch wenn sie seine Hilfe benötigen, wird er von den meisten eher ungern gesehen, da er Dinge wahrnimmt, die ihnen verborgen sind und sie fürchten, dass sie Böses anziehen. Diese Erfahrung muss auch Thomas machen, dessen ältester Bruder ihn nach höchst merkwürdigen Vorkommnissen auf dem Hof bittet, nur noch tagsüber sich dort aufzuhalten. Aber der Reihe nach.

John Gregory, der Spook, nimmt Thomas mit zu sich und fängt bereits auf dem Weg dorthin mit der Ausbildung an. Er lässt ihn in einem Geisterhaus übernachten und gibt ihm klare Instruktionen, was er zu tun und zu lassen hat. Erst danach erfährt Thomas, dass dies sein altes Elternhaus ist. Im Haus des Spooks geht es weiter. Thomas muss in kurzer Zeit sehr viel lernen – hauptsächlich über Boggarts, von denen einer sogar das “Hausmädchen” mimt, aber auch ein klein wenig über Hexen, da ein paar der gefährlicheren in einem eigenen Abschnitt des Gartens gefangen gehalten werden. Aber auch kleinere Botengänge ins Dorf, um Lebensmittel zu holen, gehören zu seinen Aufgaben.

Auf einem dieser begegnet er Alice, der er bald (bitte selbst nachlesen) einen Gefallen schuldet. Bei dessen Einlösung bittet sie ihn, ihrer Großmutter (?, wird nicht explizit gesagt, müsste sie aber sein) Nahrung zu bringen. Doch anders als in Rotkäppchen ist diese nicht das Opfer, sondern wohl eher der große, böse Wolf: Mutter Malkin, einer der Gefangenen. Zu dem Zeitpunkt als ihr der Ausbruch, gestärkt durch die “Kuchen” gelingt, ist Gregory nicht zu Hause und so muss Thomas alleine verhindern, dass sie zu ihrer Tochter gelangt, wo ein weiteres Stärkungsmittel auf sie wartet. Dabei tötet er sie jedoch, was sie zu einer noch größeren Gefahr macht, wie der Spook ihm später erklärt.

Doch erst einmal müssen sie sich um Alice kümmern, die noch nicht ganz der dunklen Magie verfallen ist, aber schon genug weiß, um eine Hexe zu sein. Gregory erteilt Thomas den Auftrag, mit ihr zuerst zu seiner Mutter zu gehen, bevor er sie zu ihren anderen Verwandeten bringt, bei denen sie ohne Magie wird leben können. Jedoch will Mutter Malkin Rache und Thomas muss erkennen, dass er selbst in seinem alten zu Hause nicht mehr sicher ist.

Keine Angst, es geht alles gut aus – unter anderem dank der Schweine – doch würde es den Rahmen sprengen, hier alles im Detail zu erzählen. Worüber ihr ich aber auch im Klaren sein solltet, ist, dass die Verfilmung wahrscheinlich kaum etwas mit dem Buch gemein hat. Zwar wurde ich selbst erst durch den Trailer wieder auf diese Reihe aufmerksam (bei der Recherche erinnerte ich mich, die Bücher schon ein paar mal in Buchhandlungen gesehen zu haben), allerdings wird Ben Barnes kaum glaubhaft einen für sein Alter zu kleinen Jungen darstellen können, sowie Julianne Moore in ihrer Rolle in “Panem” noch eher an Mutter Malkin äußerlich herankommt als das, was den Umschlag meiner Ausgabe ziert.

Dennoch fand ich das Buch fesselnd und hatte Schwierigkeiten es zur Seite zu legen. Mein einziges Problem bestand dabei, dass ich kurz darauf nachts allein zu Hause war und meine Gedanken immer wieder zu Thomas Nachtwache glitten, die er abhält, nachdem er entdeckt hat, dass sich Mutter Malkin in seinem Elternhaus befindet. Daher bin ich mir noch nicht sicher, ob ich die nächsten Bücher lesen werde. Trotzdem danke an denjenigen, der so nett war, den ersten Teil mir zum Geburtstag zu schenken.

Begonnen: 23.6.15    Beendet: 26.6.15

PS: Spooks werden von den Hexen im Übrigen als “Zauberer” betitelt.

PPS: Geht es nur mir so oder denkt ihr auch ein wenig an die Scheibenwelt?

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