Meg Cabot – “Underworld”

Es war einmal ein ganz normales Mädchen. Doch dann fand es heraus, dass es eigentlich die Prinzessin eines europäischen Zwergstaats ist und das Schicksal von Anne Hathaway nahm seinen Lauf. Wie sehr ich “Plötzlich Prinzessin” damals liebte und noch heute gerne schaue! Aber erst durch Zufall fand ich heraus, dass die Filme sehr lose auf den Büchern der Amerikanerin Meg Cabot beruhen. Gesagt, getan. Ich suchte in der Onleihe danach, fand leider nichts, doch ein anderes ihrer Werke landete auf meiner Leseliste.

Da ich als Belohnung an mich selbst nach monatelangem Lesen englischer Fachliteratur mir endlich einen eBook-Reader gegönnt habe, musste natürlich ein erstes Probebuch heruntergeladen werden. Da der Rest leider gerade ausgeliehen war, fiel meine Wahl auf den zweiten Teil der “Abandon”-Serie von Meg Abot. Ein kleines Detail, was mir erst mit der Zeit auffiel und angenehmerweise beim Lesen kaum zu Gewicht fällt.

So erwacht die sechzehnjährige Pierce für den Leser ziemlich verblüffend in den Armen des ewig neunzehnjährigen Hüters der Unterwelt John Hayden. Einst meuterte er zum Schutz der Mannschaft gegen seinen geldgierigen Vater und wurde zum Dank dafür auf dem Meer ausgesetzt. Allein vier treue Crewmitglieder, darunter ein kleiner Junge und der blinde Schiffsarzt, blieben ihm erhalten und helfen ihm nun bei seiner Aufgabe, die Seelen der Verstorbenen ja in die richtige Abteilung der Unterwelt zu schicken. Eine so langweilige Aufgabe, dass Pierce lieber in Johns Zimmer stöbert, dabei ihre Tasche und ihr Handy findet, und John dann davon überzeugt, dass sie ihrem Cousin Alex zu Hilfe eilen müssen. Den hat sie nämlich in einen Sarg eingesperrt auf ihrem Display gesehen.

Nach einigem Hin und Her und dem Versprechen, dass sie (auch wenn sie zu dem Moment denkt, dass sie wegen des morgens verzehrten Essens eh keine Wahl mehr hat) für immer in der Unterwelt bliebe. Beim letzten Mal ist sie nämlich einfach abgehauen. Aber das war, bevor sie herausfand, dass ihre Großmutter eine Furie ist. – Komplizierte Geschichte.

Auf jeden Fall geht es dann auf Isla Huesos, die gerade ein Fest zu Ehren Johns feiert, kreuz und quer über die Insel, um Alex zu finden, ihn zu warnen und zu retten. Nebenbei wird den besorgten Eltern versichert, dass es Pierce gut geht, verguckt sich ihre beste Freundin in Crewmitglied Frank und findet der Küster heraus, dass Persephones Granatapfelkerne eigentlich für etwas ganz anderes stehen. Doch die Furien sind nicht weit und Alex noch lange nicht außer Gefahr, sodass am nächsten Tag die eigentliche Rettungsaktion in einer Gruft steigt – die Gruft der Familie, die John bereits zu Lebzeiten nicht ausstehen konnte,

Insgesamt also erstaunlich wenig Handlung für die über 200 Seiten. Dennoch ist die Geschichte amüsant zu lesen und der Kapitelbeginn mit passenden Zitaten aus Dantes “göttlicher Komödie” wie die allgegenwärtigen Persephone/Hades-Referenzen tragen zum Genuss bei. Allerdings bleibt es mir ein Rätsel wie bei einem so auschweifenden Erzählstil so viel Vorhandlung in Teil 1 gepasst haben soll. Naja, vielleicht lüftet sich dieses Geheimnis noch in Teil 3.

Begonnen: 18.8.16    Beendet: 1.9.16

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