Alex Flinn – “Beastly”

Ah, tale as old as time… Es ist an dieser Stelle überflüssig zu erzählen, dass ich meinen Freund bereits am Freitag meinen Freund in die Neuverfilmung des Disney-Klassikers “Schöne und das Biest” mit Emma Watson geschleppt habe. Weniger überflüssig ist, zu erwähnen, dass es nur eine Adaption von vielen ist, die sich diesem Märchen im Verlauf der Jahre angenommen hat. Während die meisten in einer “märchenhaften” Epoche bleiben, gibt es jedoch auch einige Mutige, die versuchen den Stoff in unsere Zeit zu holen. So auch Alex Flinn.

Bei ihr lernen wir das Biest zuerst in einem Chatroom kennen, in dem sich Leidensgenossen austauschen können, also z.B. der Froschkönig, die kleine Meerjungfrau oder auch der Bär aus “Schneeweißchen und Rosenrot”. Der Chatverlauf, den man hier liest, ist vorgezogen, denn die Geschichte beginnt bei dem gutaussehenden und dank seines oberflächlichen Vaters reichen Kyle Kingston. Auf dem Schulball stellt er eine in seinen Augen hässliche Mitschülerin bloß, die ihn daraufhin wegen seiner Oberflächlichkeit dazu verflucht seiner innere Hässlichkeit als äußerer Hülle zu zeigen. Allerdings hat sie Mitleid mit ihm und erklärt ihm wie der Fluch gebrochen werden könnte. Doof nur, dass sich seine Freundin weigert ihn zu küssen. Sie war übrigens ziemlich sauer, als er statt mit der geforderten Orchidee mit einer Rose beim Ball aufgetaucht war. Daher ging die Rose an ein anderes Mädchen.

Nachdem feststeht, dass operativ nichts zu erreichen ist, richtet sich Kyle nach und nach in seinem neuen Leben in einem großen, alten Stadthaus ein, weiterhin betreut von der Haushälterin, die das mit der Blume verbockt hatte, und einem blinden Privatlehrer. Die einzigen Früchte, die der Unterricht jedoch trägt, sind viele gelesene Bücher, der neue Name Adrian King und der zum Gewächshaus umgebaute Hinterhof, in dem nun Rosen heranwachsen, um die er sich kümmert.

Verständlich ist daher sein Zorn, als eines nachts ein Mann dort einbricht. Um sich selbst frei zukaufen, bietet er dem Biest seine angeblich hübsche Tochter. Kyle willigt ein, da er in dem Mann den drogensüchtigen Vater seiner Klassenkameradin Lindy erkennt. Aus Angst er würde nicht der Letzte sein, der dieses Angebot erhielte, willigt er ein und trifft von da an Vorbereitungen, damit sie sich möglichst wohl in ihrem neuen zuhause fühlen würde. Das geht natürlich anfangs nach hinten los. Doch allmählich nähern sie sich an und verbringen sogar eine unbeschwerte Winterzeit in den Bergen.

Aber das Glück bricht ab, als Lindy im Zauberspiegel der Hexe (hat sie netterweise Kyle überlassen) ihren Vater sieht. Kyle lässt sie zu ihm. Wieder in der Stadt traut er sich anfangs nicht, den Kontakt zu ihr wieder aufzunehmen, doch als er es schließlich tut, wird er unfreiwillig zu ihrem Retter und selbst angeschossen. Selbstverständlich gesteht sie ihm daraufhin ihre Liebe und er verwandelt sich zurück. Friede, Freude, Eierkuchen.

Dank eines Deals mit der Hexe kann sein Privatlehrer wieder sehen und arbeitet nun an Kyles alter Schule. Und die Haushälterin? Kyle hatte sich für sie gewünscht, dass sie zurück zu ihrer Familie könnte, hat er in ihr doch eine wirklich gute Freundin mit der Zeit gefunden. Hier wird es fast schon philosophisch, denn es stellt sich zum Schluss heraus, dass sie in Wahrheit die Hexe Kendra war.

Es kitschig zu nennen, wäre übertrieben. Immerhin sprechen wir von einem der kitschigsten Märchen schlechthin. Trotzdem kam die Romatikerin in mir definitiv nicht zu kurz. Gleichzeitig war es erfrischend die Geschichte einmal aus der Sicht des Biests zu lesen. Natürlich könnt ihr euch auch den gleichnamigen Film ansehen, der allerdings hinter dem Buch weit zurück bleibt. Es sei denn ihr mögt Neil Patrick Harris, dann schaut erst den Film und lest dann das Buch! Oder ihr sucht euer altes Märchenbuch heraus und lest das Original 😉

Begonnen: 5.10.    Beendet: 16.10.16

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