Günstig lesen

Lesen und Bücher müssen nicht immer teuer sein! Es gibt eine Vielzahl an Bibliotheken, Internetseiten und Aktionen, die einem den günstigen Zugang zu Geschriebenem ermöglichen.

Bibliotheken

Ihr lest viel und schnell und bereits gelesene Bücher verstauben einfach nur bei euch im Schrank? Dann versucht es mal hiermit:

Stadtbücherei

Meine heimische Stadtbücherei verlangt 6€ Jahresbeitrag. Dafür kann ich dann eine Vielzahl von Büchern, Comics, CDs und Filmen ausleihen. Für ein Referat in der Schule, wurde sogar extra ein Buch für mich angeschafft, da das Thema allgemein sehr interessant war – zumindest für die Musikbücherei. 😉 Manche Neuheiten kosten extra und haben kürzere Ausleihfristen, ebenso die DVDs. Aber mal ehrlich: das ist immer noch günstiger als im Laden.

Hochschul-/Uni-Bibliothek

Die meisten Hochschulen und Universitäten öffnen ihre Pforten nicht nur für Studenten und Professoren, sondern auch für interessierte Privatpersonen. In einem ähnlichen Kostenrahmen wie in den Stadtbüchereien erhält man sogar nach Wunsch einen Ausweis, damit man auch als nicht HS-Angehöriger ausleihen kann. Ein besonderes Bonbon finde ich die Verträge mit den Fachverlägen, durch die man Fachliteratur (oft nur kapitelweise) als PDF kostenlos herunterladen kann. Diese Downloads sind dann von der Ausleihfrist ausgenommen.

Onleihe

Auf dieses Konzept bin ich durch Zufall beim Stöbern im Katalog der Stadtbücherei gestoßen. Hierbei handelt es sich um die Bereitstellung digitaler Medien wie eBooks und Audiodateien von Hörbüchern online. Zur Anmeldung reicht der normale Büchereiausweis, allerdings sind die Ausleihfristen auf 2 Wochen beschränkt und man braucht natürlich ein Gerät um die Inhalte widergeben oder lesen zu können.

Privat

Neulich erklärte mir eine Zufallsbekanntschaft in der Bahn, ihre Bücher seien über die ganze Stadt verteilt. Da auch ich seit Jahren mal Bücher ausleihe oder ausgeliehen bekomme, kenne ich die Tücken und Vorteile nur zu gut: Man muss sich merken, wer gerade welches Buch hat und sollte der Kontakt abflauen, dafür sorgen, dass man noch rechtzeitig sein Buch zurückerhält. Gleichzeitig sind sie meist in besserem Zustand als Bibliotheksbücher und haben nicht die Stempelung und die Sortierungsnummer auf dem Rücken. Es gibt keine Ausleihfristen (zumindest meistens) und auch keine Abmahnung (mehr oder minder). Dennoch sollte man schauen, dass man möglichst zügig liest, sonst stehen die heimischen Regale mit Leihgaben voll.

Selbstgeschriebenes

Ihr kennt Leute, die selbst schreiben und auch andere das Geschriebene lesen lassen? Prima! Fragt freundlich nach, zeigt Interesse und bietet eure Hilfe als Korrekturleser an. Die wenigsten werden dazu nein sagen und ihr unterstützt durch euer Lesen den Fortschritt des anderen.

Internet

Gutenberg.org

Mehrere Jahrzehnte nach dem Tod eines Schrifstellers erlöschen die Urheberrechte. Dadurch wird es möglich, seine Texte relativ kostengünstig (gedruckt – z.B. Reclam nutzt das) oder kostenlos (digital) einer breiten Masse zugänglich zu machen. Neben Gutenberg-Spiegel nutzt dieses Konzept auch gutenberg.org und stellt eine Vielzahl von Büchern in allerlei Sprachen zur Verfügung (jedoch meist nur im Original).

Shira

Die Seite meiner Bekannten Shira habe ich euch bereits in meinen Appetithäppchen vorgestellt. Hier also nocheinmal offiziell der Link zu ihrer Seite, auf der sie ihre Geschichten veröffentlicht.

kostenlose Amazon-Angebote

Amazon hat immer mal wieder Bücher im eigenen Format (mag nämlich kein epub und schließt sich damit Apple an, das keine Standards mag) deutlich heruntergesetzt oder ganz kostenlos (wenn man einen Account hat). Hier profitieren Tablet-Besitzer, da über die Kindle-App gelesen werden kann. Besitzern von normalen (nicht-Amazon) Readern bleibt nur der Computer oder das Smartphone.

EBook-Anbieter im Allgemeinen

Mir ist aufgefallen, dass man bei vielen Anbietern von EBooks auch den Preis als Suchkriterium angeben kann. Also auf ins Getümmel! Denn dahinter verbergen sich natürlich oft nicht bekannte Autoren, sondern eher unbekannte. Dennoch kann man so die ein oder andere positive Überraschung finden.

 Sonstiges

Bookcrossing

Bücher sollen auch reisen! Wer dieser Meinung ist, hat bestimmt schon etwas von Bookcrossing gehört. Das Projekt ist international und beruht darauf, dass Bücher zuerst auf der Webseite registriert werden und dann an einem beliebigen (witterungsgeschützten) Ort ausgesetzt werden. Wer so ein Buch findet, kann über die Registrierungsnummer erfahren, wo das Buch überall schon war, was andere darüber dachten, es lesen, ebenfalls seine Meinung hinterlassen und es dann wieder freilassen (Ehrensache). Letzteres kann angekündigt werden, sodass man nicht auf den Zufall warten muss, sondern in den vermerkten Städten gezielt suchen kann. Auch direkte Weitergabe ist erlaubt.

Öffentliche Bücherschränke

Diese Idee geht in Richtung von Bookcrossing – allerdings ohne die Nachverfolgbarkeit, wo denn nun die Bücher landen. In vielen Städten gibt es wettergeschützte Regale, zu denen man Bücher bringen und sich kostenlos welche mitnehmen kann. Manchmal gibt es Öffnungszeiten, wie in meiner Hochschule, aber auch die Heimatstadt meiner Mutter macht mit und so sind dort bereit ein paar ältere Bücher gelandet, die von uns niemand mehr lesen wollte. Eine Liste mit Ortsangaben und teilweise Bildern gibt es hier.

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